Irish Heartbeat 2011

Let's celebrate St. Patrick's Day!

Die Iren haben bekanntlich ein großes Herz. Ein Herz voll von Geselligkeit, Witz und Leidenschaft. All das sind ausgezeichnete Voraussetzungen, um ein Land zu sein, das immer wieder beeindruckende Geschichtenerzähler, Tänzer, Sänger und Musiker hervorbringt. Der Herzschlag der irischen Nation erhöht sich immer deutlich rund um die tollen Tage, wenn der St. Patrick's Day gefeiert wird. Am irischen Nationalfeiertag hat irische Kultur Hochkonjunktur. Insbesondere Irish Folk lässt die Herzen der Iren höher schlagen. Aber nicht nur die Iren…

 

Irish Heartbeat“ ist ein Festival, das die Hand am Puls der irischen Musikszene hat. Es bringt sowohl ihre traditionellen als auch innovativen Elemente auf Tour. Insbesondere rund um den St. Patrick’s Day steigt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Iren und ihrer Freunde - egal wo sie sein mögen - ganz besonders stark an. Man spürt die unsichtbaren Bande, wie sie nur Kultur über den Erdball spannen kann. Zu einem authentischen St. Patrick’s Day Feeling gehört aber nicht nur tolle Musik, sondern auch eine typisch dekorierte Halle, irische Speisen und Getränke.


Wie schon der Bandname andeutet, haben sich hier zwei Duos zu einem Quartett zusammengetan. Und zu was für einem Quartett! Wer die 2Duos live oder auf CD hört, wird gleich von dem Zauber empfangen, der dem Zusammentreffen dieser beiden kreativen Ensembles innewohnt. Um es mathematisch auf eine Formel zu bringen: 2 x 2 = Tradition2.

 

Die 2Duos bringen mit ihren Arrangements irische, schottische, galizische und bretonische Volkslieder unter einen Hut und der Mix hört sich äußerst homogen an. Das i Tüpfelchen daran ist die Integration deutscher Volkslieder. Wenn diese auf einer Fiddle, Tin Whistle, Akkordeon und Bouzouki gespielt und mit den typischen irischen und schottischen Verzierungen umgesetzt werden, klingen sie erfrischend neu. Man hört sie plötzlich mit ganz anderen Ohren und kann nur noch begeistert sein. Was die 2Duos stilistisch zusammenführen und miteinander versöhnen, ist absolut hörenswert. Um es auf einen Nenner zu bringen: Das sind „Celtic Crossroads“, wo sich verschiedene Traditionen respektvoll begegnen.

 

Und wer sind dies 2Duos in Person? Einmal ist es Aaron Jones an der Bouzouki, Gitarre und Gesang, den man als Mitglied der arrivierten Band „Old Blind Dogs“ kennt. Claire Mann an der Flute, Whistle, Fiddle und Gesang kennt man von „Tabache“ und „Craobh Rua“. Gudrun Walter und Jürgen Treyz sind zwei Aktivposten der deutschen Folkszene. Unter anderem wirkten sie mit bei „Cara“, „Deitsch“, „More Maids“ und „Adaro“. Mit „Cara“ haben sie geschafft, wovon manche Bands aus Irland träumen: Sie haben sich in den USA etabliert und touren dort regelmäßig. Auch in England, Irland und Schottland sind sie gern gesehene Gäste. Sie haben „Irish Folk made in Germany“ international als Qualitätsprodukt etabliert und das Irish Heartbeat freut sich ganz besonders, dass sie die Einladung zur Tour angenommen haben.

 

Übrigens: Die CD der 2Duos hört auf den witzigen Namen „Until the cows come home“ und wurde vom Irisch Music Magazine, dem US Folkblatt Dirty Linen, der britischen BBC und dem hiesigen FOLKER bestens rezensiert.

 

Frei aus dem Englischen übersetzt heißt dieses irische Stepptanz-Ensemble “Bruderschaft der Schuhsohle” und in der Subline geben sie sich zudem als “Freigeister” zu erkennen. Im Englischen liegt dem ein witziges Wortspiel zugrunde. „Sole“ und „Soul“ werden unterschiedlich geschrieben, aber gleich ausgesprochen. Einerseits könnte für jeden Stepptänzer das wichtigste Utensil gemeint sein - die Schuhsohle, andererseits - die Seele. Wie auch immer - das Fazit kann nur sein: Eine heiße Sohle kann nur der aufs Parkett zaubern, der frei und beseelt tanzen kann. Und genau das streben die Sole Mates an.

 

Der moderne Stepptanz à la Riverdance entwickelte sich in einem rasanten Tempo aus dem traditionellen „Sean Nós“, indem man insbesondere die athletischen und spektakulären Elemente forderte. Viele der Tänzer/innen der ersten Dance-Show-Generation sind heute Sportinvaliden, weil die Höchstleistungen nicht von einer sinnvollen Aufbauarbeit der Muskeln und ohne die richtige Aufwärm- und Dehnübungen begleitet wurden.

 

Kein Wunder, dass sich gerade als Antwort auf die Tanzshows eine Gegenbewegung formiert, die andere Werte hat. Man besinnt sich wieder auf den „Sean Nós“, was auf irisch „old style“ heißt oder auch „solo“. Also nicht streng in Reih und Glied eingeteilte Tänzer, die alle das Gleiche machen müssen. Bei den Sole Mates sind Gleichschaltung und Uniformität out, Individualität und Originalität in. Je expressiver ein Tänzer einen Jig & Reel ausgestalten kann, umso besser. Steifer Oberkörper und an diesen geklemmte Hände kann, muss aber nicht sein. Der alte „Sean Nós“, der Ursprung des irischen Tanzes kannte diese Reglementierung eh nicht. Daher setzen die „free soul of Irish dance“ auch ihre Hände und Oberkörper ein und das zum Vorteil ihrer Darbietung. Hier fließen die Lebensgeister frei und unzensiert.

 

Die Sole Mates haben sich an die Spitze dieser Bewegung gesetzt, die den irischen Stepptanz aus den Klauen der großen Produzenten befreien und ein Stück menschlicher, freier und näher an den Ursprüngen machen möchte. Kieran Jordan, Nicholas Yenson und Danielle Enblom wissen, wovon sie reden, denn früher waren sie zum Teil im Moloch Riverdance dabei. Die virtuosen Musiker Sean McComiskey am Akkordeon und Josh Dukes, der ein All Ireland Champion an der Gitarre ist, aber auch Flute und Bodhran virtuos beherrscht, spielen sich bei jedem Auftritt die Seele aus dem Leib, um ihre tanzenden Brüder und Schwestern in Hochform zu bringen. Sie ringen sich neue Variationen der Tanzmelodien ab, um die Tänzer zu überraschen, herauszufordern und zu neuen Höchstleistungen zu inspirieren.

 

Wegelagerer und Gesetzlose werden in Irland Rapparees genannt. Die Bezeichnung hat auf jeden Fall eine positive Note, denn gemeint sind Gesellen à la Robin Hood, die es den Reichen nehmen und den Armen geben. Aber erst nachdem sie einen erheblichen Teil der Beute verspielt und versoffen haben. Gemäß ihrem Bandnamen agieren die fünf jungen Iren als musikalische Freibeuter, die gleich einige Stile plündern und diese Mischung den Fans freigiebig zum Besten geben. So wird die irische Tradition z. B. mit rockig punkigen Elementen durchsetzt und auch eine Portion eigenes Singer/Songwriting ist mit von der Partie. Die Rapparees spielen mit einer unglaublichen Energie, Frische und Begeisterung auf, ohne dabei Eleganz und Leichtigkeit zu verlieren. Wenn eine Band das Zeug hat, eine Art unplugged Nachfolger der berühmt berüchtigten Pogues oder Toss the Feathers zu werden, dann sind es die Rapparees.

 

Ihre Art aufzuspielen wird gerne als „rough and ready“ beschrieben. Das spricht einfach für sich und bedarf keiner weiteren Übersetzung. Die Band spielt so ziemlich alles an Instrumenten, die einen typisch irischen Sound ausmachen wie Banjo, Fiddle, Bodhran, Bouzouki, Gitarren und E Bass. Zudem sind alle fünf exzellente Sänger, die obendrein bestens harmonieren und mit geballt vokaler Wucht mitreißend klingen. Also genau die musikalischen Zutaten, welche die Iren bei ihren wilden Feten rund um den St. Patrick’s Day so sehr lieben.

 

Ticket-Office: 01805.0 12 96 8

0,14 Euro pro Minute aus dem Festnetz; maximal 0,42 Euro pro Minute aus den Mobilfunknetzen