Gründernacht – Roadshow – Düsseldorf, 01.10.2010

v.l.: Otten, Bode, Klamke
v.l.: Otten, Bode, Klamke

Anlässlich der Gründernacht Roadshow in Düsseldorf am 01.10.2010 trafen sich Existenzgründer und solche, die es werden wollen, mit Gründungscoach Andreas Bode und Personalcoach Michael J. Otten als geladenem Coaching Experten zu der Abendveranstaltung rund um das Thema Kreativwirtschaft, umfassend die Themengebiete Gründercoaching, Sponsoring, Vermarktung und Management.

Ausgangspunkt einer jeden Existenzgründungsentscheidung, so Herr Bode, sei die maßgebliche Frage, inwiefern man selbst ein Gründertyp ist und demnach zu diesem Schritt überhaupt geeignet. Weiterhin müsse man für sich entscheiden, ob man eher in einem Angestelltenverhältnis arbeiten möchte oder als Selbständiger seinen Berufsweg gehen will, und zuletzt natürlich, ob man über die erforderliche Sozial-, Medien- und Individualkompetenz verfügt, empathisch lenkend und lösungsstrategisch zu arbeiten und auch in der Lage ist, sich dementsprechend zielorientiert erfolgreich selbst zu managen.


Am Anfang steht also als sog. Business Plan die lenkende Geschäftsidee, und zwar womit der Existenzgründer denn sein Geld verdienen möchte, ferner die Frage: Kann diese Idee mit angemessenem Aufwand in vertretbarer Zeit umgesetzt werden?
Vor allem aber gilt der Business Plan als Leitlinie und Basis aller Informationen und setzt sich zusammen aus 1) dem Executive Summary, 2) dem Gefüge Produkt – Dienstleistungen – Lösung, 3) einem Unternehmerteam, 4) Markt und Wettbewerb und 5) aus Marketing und Vertrieb. Zu beachten ist insbesondere die Organisation und Realisierung desselben unter Abwägung von Chancen und Risiken und unter Berücksichtigung der Finanzierung und des verfügbaren Kapitals.

Die Bestandteile einer guten Geschäftsidee sind dabei folgende, nämlich zum einen, ob ein klarer Kundennutzen zugrunde liegt und ob bei hinreichend hohem Innovationsgrad auch ein ausreichend grosser Markt für das betreffende Produkt bzw. für die betreffende Dienstleistung besteht. Entscheidend auch die Machbarkeit der Idee und Profitabilität.

Zusammenfassend ergeben sich hieraus insgesamt fünf Gründerererfolgsfaktoren: Erstens ist der Business Plan gewissenhaft zu erstellen. Zweitens gilt es zwingend, Förderungen zu nutzen und die Existenzgründung mit Weitsicht voranzutreiben; ein weiterer erfolgsfördernder Faktor ist zu guter Letzt die Existenzgründungsberatung.

Abschließend folgt auf die Gründerentscheidung und den Business Plan als dritte Stufe die Gründungsumsetzung, definiert als: Gründung umsetzen und erfolgreich überleben.

 

Die Förderungsmaßnahmen im Rahmen der Existenzgründung lassen sich in drei Kategorien unterteilen:
Zum einen gibt es Hilfe zum Lebensunterhalt in Form eines Existenzgründungszuschusses (AGL I) zuzüglich eines Einstiegsgeldes (AGL II).

Zum anderen wird als Förderprogramm das sog. Gründercoaching angeboten, das vielseitig förderbar ist. So beträgt die Förderung aus der Arbeitslosigkeit und beim Einstiegsgeld jeweils 90%; das Vorgründungscoaching ist zu 70 % förderbar, wohingegen ein bis zu 5 Jahre junges Unternehmen nach Gründung immerhin noch 50 % Förderung erhält.


Die dritte Förderungsalternative sind Kredite. Diese sind KfW gefördert, werden also von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gestützt, und sind in mehreren Formen realisierbar:

Eine Möglichkeit ist die Kreditaufnahme in Form eines Mikrodarlehens im Rahmen von 5000 EUR bis 10.000 EUR über die GLS Bank oder die Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen. Eine besondere Form des Kredits bietet die Westfälische Hypothekenbank an: sie vergibt gegen Warensicherungsübereignung Gelder für dein Einkauf von Equipment u.a.

Daneben besteht die Möglichkeit herkömmlicher Bankkredite, ferner die Option Venture Capitals und Business Angels in Form nachhaltiger Betreuung.

 

Das Geschäftsmodell der Kreativwirtschaft selbst ist dreizugliedern. Es unterteilt sich in den Projektansatz, den Dienstleistungsansatz und den Vermögensaufbauansatz.
Die Wettbewerbsvorteile sichern kreative Produkte durch kreative Vertriebsmassnahmen auf Grundlage kreativer Ideen.

Das Spektrum der Kreativwirtschaft ist sehr weitläufig gestreut. Sie umfasst neben der Musikindustrie einschliesslich der 360 Grad Vermarktung auch die Film- und Rundfunkwirtschaft zuzüglicher neuer Vermarktungsmethoden, bei der Filmwirtschaft insbesondere die Verbindung von Film und Games. Ferner kommen als Kreativbereiche hinzu: die Darstellende Kunst oder der Journalism us in den neuen Medien, sei es in Social Media oder via Blogging. Erfasst werden aber auch die Museen und Museumsshops, der Buchhandel in Form von z.B. Ebooks, die Designwirtschaft, die Werbebranche und Sponsoring durch die Verbindung von Event, Presse und Internet, und auch das Gebiet rund um Games, Software und Mobile.